Erasmus+

Europa

Ein Auslandssemester in Estland, ein Berufspraktikum in Frankreich, ein Austausch mit einer Schulklasse in Polen, ein Freiwilligendienst in Griechenland: Erasmus+ macht Europa erfahrbar.

Chancen

  • Ziel ist die Förderung des interkulturellen Austauschs und die Stärkung der europäischen Identität.
  • Durch das Verlassen der heimischen Komfortzone schafft das Erasmus+ Programm die Chance, den eigenen Horizont zu erweitern und sich somit persönlich weiterzuentwickeln.
  • Eine Auslandserfahrung und das Erlernen einer zusätzlichen Sprache kann zudem ein attraktiver Faktor auf dem Arbeitsmarkt sein und sogar neue Berufsperspektiven ermöglichen.

Nichts stärkt die europäische Identität mehr als Begegnung und gelebtes Miteinander über Ländergrenzen hinweg. Dafür steht auch Erasmus+, das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport.

Es fördert die Mobilität Lernender und unterstützt Menschen aller Altersstufen dabei, beschäftigungsrelevante und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Zudem fördert Erasmus+ die europäische und internationale Bildungszusammenarbeit. Den teilnehmenden Ländern hilft das Programm bei der Modernisierung ihrer Bildungssysteme und der Jugendarbeit.

Derzeit beteiligen sich die 27 EU-Mitgliedsstaaten der EU, sowie Island, Lichtenstein, die Republik Nordmazedonien, Norwegen, Serbien und die Türkei an Erasmus+. Ab 2027 nehmen auch das Vereinigte Königreich und die Schweiz wieder an Erasmus+ teil.

Seit dem Start des Programms im Jahr 1987 konnten insgesamt rund 16 Millionen Menschen gefördert werden. Aus Deutschland sind eine Million Studierende mit Förderung von Erasmus+ zu einem Studien- oder Praktikumsaufenthalt ins Ausland gegangen. Zugleich kamen knapp eine Million internationale Studierende über das Programm nach Deutschland.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie fördert Erasmus+ Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Hochschulen?

Auslandsstudium, Auslandspraktika, Blended Intensive Programmes, Gemischte Mobilitäten, Erasmus Mundus Joint Master, Europa macht Schule, Mobilitäten von Hochschulmitarbeitern; Förderung von Hochschulkooperationen.

Programmgeneration 2021-2027

Am 20. Mai 2021 hat das EU-Parlament die rechtliche Grundlage für die Erasmus+ Programmgeneration 2021-2027 geschaffen.

Schwerpunkte der Programmgeneration sind die soziale Inklusion, der grüne und digitale Wandel und die Förderung der Teilhabe junger Menschen am demokratischen Leben. Konkret bedeutet dies:

Mehr Budget – mehr Mobilität

Das Budget umfasst 28,4 Milliarden Euro - das ist fast doppelt so viel wie für das Vorläuferprogramm (2014–2020).

Mehr Nachhaltigkeit

Damit die Förderung von Lernmobilitäten dem Klimaschutz nicht entgegensteht, können Teilnehmende, die ein Reisemittel mit weniger CO2-Ausstoß nutzen, eine längere Reisezeit geltend machen und werden mit höheren Reisekostenpauschalen gefördert. Darüber hinaus werden virtuelles und blended learning für die Vor- und Nachbereitung genutzt.

Mehr Inklusion

Den breiten Inklusionsbegriff Europas zugrunde legend, haben die Nationalen Agenturen Inklusionsstrategien erstellt, um dem Ziel des Programms gerecht zu werden. Für Teilnehmende mit geringeren Möglichkeiten trägt Erasmus+ 100 Prozent der tatsächlichen nachgewiesenen Kosten im Bereich der Reise und des Aufenthalts.

Die Programmgeneration 2021-2027 steigert die soziale Teilhabe von Studierenden erheblich. Die Stipendien für Studierende erhöhen sich um 150 Euro monatlich. Zusätzlich erhalten Studierende mit Behinderung, bei Auslandsaufenthalten mit Kindern, aus einem nicht-akademischen Elternhaus oder erwerbstätige Studierende einen zusätzlichen Zuschuss von 250 Euro pro Monat.

Erasmus+ ab 2028

Im Juli 2025 legte die Europäische Kommission ihren Vorschlag für das Erasmus+ Programm für den Zeitraum von 2028 bis 2034 vor. Die Verhandlungen zur künftigen Verordnung des Programms laufen seither.