Mehr Raum für sichere KI: Bundesforschungsministerin Dorothee Bär eröffnet neues Gebäude des Fraunhofer IKS

Meldung 13.10.2026

Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft grundlegend. Das Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS in Garching erforscht, wie Künstliche Intelligenz und intelligente Software sicher, zuverlässig und vertrauenswürdig werden. Bundesministerin Dorothee Bär eröffnete das neue Institutsgebäude.

Gruppenfoto von Aiwanger, Hanselka, Bär und weitere
© Markus Jürgens/Fraunhofer

Ob im selbstfahrenden Auto oder bei der Diagnose von Krankheiten: Künstliche Intelligenz übernimmt immer anspruchsvollere Aufgaben. Doch wie lässt sich sicherstellen, dass die Systeme zuverlässig arbeiten und richtige Entscheidungen treffen? An dieser Frage forscht das Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS in Garching bei München. Mit einem neuen Institutsgebäude erhält das Institut jetzt mehr Raum für seine Forschung.

Nach rund drei Jahren Bauzeit wurde das Gebäude im April 2026 an das Institut übergeben. An der feierlichen Eröffnungsfeier am 13. Oktober nahmen neben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär auch der bayerische Wissenschaftsminister Hubert Aiwanger und der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Holger Hanselka teil.

Mit dem Neubau erhält das Fraunhofer IKS die räumlichen Voraussetzungen für zukünftige Spitzenforschung und stärkt die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Forschungspartnern. In speziell eingerichteten Räumen entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit ihren Partnern neue Technologien für sichere KI. Im sogenannten „Living Lab“ können sie diese unter möglichst realistischen Bedingungen erproben.

Intelligenz und Sicherheit vereinen

Ein zentraler Forschungsansatz des Fraunhofer IKS ist die „Safe Intelligence“. Gemeint ist das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und Sicherheit. Ziel ist es, kognitive Systeme zu entwickeln, die nicht nur intelligent, sondern auch sicher, zuverlässig und vertrauenswürdig sind. Kognitive Systeme sind technische Systeme, die selbstständig Lösungen entwickeln, aus Erfahrungen lernen und sich an neue Situationen anpassen können. Sie sollen den Menschen unterstützen und sich als verlässliche sowie vertrauenswürdige Partner etablieren. Das können unter anderem vertrauenswürdige KI-Modelle in der Medizin oder für selbstfahrende Autos sein.

Förderung praxisnaher Forschung

Mit mehr als 70 Forschungseinrichtungen zählt die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) zu den größten Organisationen für anwendungsorientierte Forschung in Europa. Durch ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit stärken die einzelnen Institute die Wettbewerbsfähigkeit der Region, Deutschlands und Europas.

Das BMFTR fördert die anwendungsorientierte Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) gemeinsam mit den Ländern institutionell und ermöglicht so die Erforschung zukunftsrelevanter Schlüsseltechnologien. Darüber hinaus unterstützt das BMFTR den Ausbau leistungsfähiger Forschungsbauten und schafft wichtige Voraussetzungen für exzellente Forschungsarbeit.