Vom Smartphone bis zum Quantencomputer: Viele moderne Technologien sind auf leistungsfähige Laser angewiesen. Das Familienunternehmen TRUMPF aus Ditzingen bei Stuttgart gehört zu den führenden Anbietern von Lasertechnologie. Bei ihrem Besuch informierte sich Bundesforschungsministerin Dorothee Bär über aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Unternehmens. Gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Steffen Bilger sprach sie mit der Unternehmensführung über die Rolle der Wirtschaft bei der Umsetzung der HTAD. Anschließend besichtigten beide das Werk.
Lasertechnologie für die europäische Chipproduktion
TRUMPF liefert Hochleistungslaser für die „Extrem-Ultraviolett-Lithografie“ (EUV), die bei der Herstellung besonders leistungsfähiger Mikrochips eingesetzt wird. Die EUV-Lithografie ermöglicht es, besonders feine Strukturen auf Chips zu erzeugen. Damit ist TRUMPF Teil einer europäischen Wertschöpfungskette, an der unter anderem auch der niederländische Mikroelektronikhersteller ASML und ZEISS beteiligt sind.
Mikroelektronik zählt zu den sechs Schlüsseltechnologien der Hightech Agenda Deutschland. Ziel ist es, technologische Kompetenzen und Wertschöpfung in Deutschland und Europa zu stärken und Forschung schneller in die Anwendung zu bringen.
Auch bei weiteren Schlüsseltechnologien der Hightech Agenda Deutschland engagiert sich das Unternehmen. Die TRUMPF-Ausgründung Q.ANT entwickelt Quantentechnologien. In vom BMFTR geförderten Projekten wie QUTAC und QuaSiLaMa arbeitet TRUMPF daran, Quantencomputing für die Industrie nutzbar zu machen.
Zudem forscht das Unternehmen an effizienterem Batterierecycling und am Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Industrie. TRUMPF engagiert sich unter anderem in der Plattform Industrie 4.0, um industrielle KI in Deutschland weiter zu etablieren.
Wirtschaft für schnellen Praxistransfer entscheidend
Das BMFTR unterstützt Forschungs- und Entwicklungsprojekte bei TRUMPF seit vielen Jahren. In den vergangenen 25 Jahren förderte das Ministerium Projekte des Unternehmens mit mehr als 50 Millionen Euro. Hinzu kommen seit 2019 rund 14 Millionen Euro für Q.ANT.
Beim Besuch betonte Bär die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft für die Hightech Agenda Deutschland. Unternehmen sind ein wichtiger Partner, wenn es darum geht, Forschungsergebnisse in die Anwendung und in marktfähige Technologien zu überführen. Dadurch können neue Wertschöpfung entstehen, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gestärkt und technologische Kompetenzen in Deutschland und Europa ausgebaut werden.